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Kufenstars der Zukunft
Die Eishockeyprofis von morgen lernen das Schlittschuhlaufen von Grund
auf im Trostberger „Eiskindergarten”. „Exzellent macht ihr
das”, ruft Tammy Wenzl ihren Schützlingen zu. Die fahren langsam
hinter ihr übers Eis, die Hände dabei zur Seite ausgestreckt. „Und
jetzt hüpfen wir dabei!” Prompt machen die Zwerge mit ihren
Schlittschuhen kleine Sprünge, das Grinsen in ihren Gesichtern wird
immer breiter. Der Eiskindergarten der Eishockeyabteilung des TSV
Trostberg erfreut sich größter Beliebtheit. Bernd Karmann und Tammy
Wenzl begrüßen heuer gleich 70 Kinder aus Trostberg und den
umliegenden Orten im Alter zwischen drei und acht Jahre auf dem Eis.
Die beiden leiten das Nachwuchs- eislauftraining seit zwei Jahren.
Hintergrund ist natürlich, schon Kleinkindern das Schlittschuhlaufen
von Grund auf zu lernen. „Das richtige Schlittschuhfahren bleibt
meistens auf der Strecke”, hat Karmann festgestellt. „Viele können
gar nicht ohne Bande bremsen.” Klar, dass das weder beim
Eishockeyspielen, noch beim Publikumslauf im Stadion oder auf
zugefrorenen Seen von Vorteil ist. „Positiver Nebeneffekt des Ganzen
ist natürlich, dass wir uns Nachwuchseishockeyspieler heranziehen”,
grinst der Profi- Eishockeyspieler und Trainer. Nachwuchs wird in der
Trostberger Eishockeyabteilung groß geschrieben. Deswegen kommt der
gesamte Erlös aus dem Eiskindergarten auch ausschließlich der
Jugendarbeit zugute.
Am Anfang müssen die Knirpse, die das erste Mal Schlittschuhe tragen,
aber erst einmal das Aufstehen lernen. Einen Fuß aufstellen, abstützen,
den zweiten Fuß dazu: Wem das nicht gelingt, bekommt Hilfestellung.
Dafür sorgt eine ganze Reihe Nachwuchseishockeyspieler, die hinter
den Kindern herfahren und aufpassen, dass alle mitkommen. „Jetzt
knien wir uns mal wie ein Hund auf alle viere und probieren dann, ob
wir aufstehen können”, schlägt Bernd Karmann den Knirpsen vor. Die
sind mit Feuereifer dabei. Die meisten schaffen es prompt, einige
plumpsen wieder aufs Eis. Damit nichts passiert, sind Helm und
Handschuhe Pflicht. Schon nach kurzer Zeit ist Umfallen kaum mehr ein
Thema, mit Feuereifer bewegen sich die Kinder übers Eis und machen
mit den Trainern verschiedene Übungen. Die „Eisbären” versuchen
samt Schlittschuhen zu watscheln, die Gruppe der „Eskimos” hebt
Pucks auf, die „Rentiere” scharren mit den Kufen nach links und
rechts und die „Pinguine” fahren bereits wie kleine Eis-
prinzessinnen hinter Tammy Wenzl her. Die ehemalige Profi-Eiskunstläuferin
ist begeistert: „Die sind wirklich schon sehr gut.” Balance sei
das A und O, erklärt die Schnaitseerin. „Schlittschuhlaufen ist die
beste Übung für Koordination und Gleichgewicht”, erklärt sie. Ein
paar Fehler hat sie festgestellt, die sie in den nächsten Stunden
ausmerzen will. „Viele Kinder lehnen sich beim Fahren zu weit zurück,
dann verlieren sie leicht das Gleichgewicht.”
Aber nach der ersten Stunde steht schon fest, dass Schlittschuhfahren
im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht ist: Manche Zwerge können
mit ihren Schlittschuhen sogar schon rückwärts zu ihren Mamas und
Papas an die Bande fahren.

Schlittschuhspaß für den Nachwuchs
Der Eiskindergarten des TSV Trostberg findet jeden Donnerstag um 16.15
Uhr im Trostberger Eisstadion statt und dauert eine Stunde. Der Kurs
geht insgesamt acht Mal über die Bühne. Kinder, die zwischendrin
einsteigen wollen, sind herzlich willkommen. Im Januar startet der
Eiskindergarten in die zweite Runde.
Fotos : Judith Schmidhuber und Gerd
Rockel
Bericht: Judith Schmidhuber mit freundl. Genehmigung durch
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